Sei grosszügig!

Bestimmt kennst Du folgende Situation:

Dein Kind möchte etwas von Dir, Du wimmelst es ab, erledigst dann “noch eben kurz” Deine Emails oder dergleichen, dann kommt Dein Kind wieder, zerrt an Dir, Du wirst genervt “kann ich nicht mal eben fünf Minuten”… usw…
Oder: Dein Kind klammert, läuft Dir den ganzen Tag hinterher, mag nicht alleine spielen. Je mehr Du versuchst, Dich ihm zu entwinden, desto schlimmer wird es…
Oft ist es so: Je mehr ein Kind Zuwendung einfordert, desto schwieriger wird es, sie zu bekommen. Die Eltern entziehen sich genervt immer weiter, getrieben von der Angst, das Kind zu verwöhnen, unselbständig zu machen, und vor der Unersättlichkeit des Kindes “Wenn man den kleinen Finger reicht…”

 

Das Gegenteil ist der Fall:
Das, was großzügig und freiwillig gegeben wird nährt viel mehr als das, was man sich erbetteln muss.
Wenn man weiss, man bekommt jederzeit, was man braucht, muss man auch nicht klammern.
Selbständigkeit wird nicht “anerzogen” sondern entwickelt sich ganz natürlich.

 

Folgendes Prinzip hat sich absolut bewährt:
Das was wir an “Bindungs-Nahrung” anbieten soll größer sein als die Nachfrage.

Das bedeutet nicht, dass Du Dein Kind bedrängen und ständig gegen seinen Willen kuscheln sollst.
Auch nicht, dass Du den ganzen Tag um Dein Kind herumscharwenzelst und alles machst, was es möchte.
Auch nicht, dass Du nur noch für unser Kind zur Verfügung stehst.

Sondern es bedeutet:
DU GEHST VON DIR AUS auf das Kind zu und gibst ihm in Fülle und Großzügigkeit freiwillig und mit Freude, was es braucht, bevor es danach fragt oder verlangt.

Du wartest ja hoffentlich auch nicht, bis Dein Kind ausgehungert zu Dir kommt und Dich um etwas zu essen bittet, oder? 😉

Nein, natürlich nicht. Du sorgst für Dein Kind und bereitest Essen vor, Zwischenmahlzeiten und etwas zu trinken, denn Du weisst ja, wann es etwa Hunger bekommen wird, und dann bietest Du etwas an.
Und das führt nicht dazu, dass Dein Kind den ganzen Tag essen möchte, oder sich vollstopft, bis es nicht mehr kann, nein, denn es weiss ja, es kann jederzeit etwas bekommen.
So ist es mit Zuwendung auch.

So fühlt sich Geborgenheit an:
“Es ist immer genug da.”
“Ich bekomme, was ich brauche.”
“Ich bin versorgt”
“Meine Bedürfnisse werden erfüllt”
“Ich bin angenommen”

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Konkret kann das z.B. so aussehen:
Du kommst nach Hause, Dein Kind hat Dich erwartet, möchte Dir etwas erzählen oder einfach nur bei Dir sein. Du gibst ganz intensiv die erste halbe Stunde Deinem Kind Aufmerksamkeit und Zuwendung, bis es sich von selbst “satt” und zufrieden abwendet und seiner Wege spaziert…

Es reicht dann, dass es Dich in seiner Nähe weiss und jederzeit zu Dir kommen kann. Durch die Großzügigkeit hast Du Freiheit gewonnen!
Und was noch viel wichtiger ist: Dein Kind hat auch Freiheit gewonnen, Freiheit zum Spielen und sich entwickeln, Freiheit die Welt zu erforschen.
Es ist entspannt, es weiss, es kann jederzeit bekommen was es braucht.
Denn Freiheit entsteht aus Geborgenheit und tiefer Bindung.
Ein Kind, das ständig selbst für sein (emotionales) Überleben sorgen muss, hat keine Freiheit Kind zu sein.

 

 

Bitte probier es aus!

Was verändert sich für Dich? Was verändert sich dadurch für Dein Kind?
Berichte mir!

 

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