Schulanfang?! So machst Du es leicht für Dein Kind!

Sommer…. endlose Tage, Freiheit, durch die Felder laufen, Sonne, der Wind streift nackte Beine, dreckige glückliche Kinder schlafen mit sandigen Füßen und eisverschmierten Gesichtern ein….

Aber nach den Ferien lauert die Schule????
Hast Du deswegen schon ein bißchen Bauchschmerzen, weil Du nicht weisst, wie Dein Kind diesen Übergang erleben wird? Vielleicht hat Dein Kind Angst vor der Schule, und Du traust Dich gar nicht, das Thema anzusprechen, oder Du erinnerst Dich vielleicht zurück an Deine eigene Schulzeit, die nicht schön war?

Mir ging es genau so!


Und auch jetzt, nach 4 Jahren Erfahrung als Schulkind-Mutter, habe ich wieder Herzklopfen, weil meine Zwillinge eingeschult werden.
Daher gebe ich Dir hier meine wichtigsten Tips, um den Schulanfang so sanft und gut wie möglich zu gestalten.

 

Verbindung zur Schule schaffen:
Kennt das Kind die Schule und die Lehrer(in) nicht, ist es nur allzu verständlich, dass es Angst und Abwehr entwickelt. Das geht auch uns Erwachsenen so, wenn wir eine neue Arbeitsstelle antreten, wo wir niemanden kennen!
Es macht einen riesigen Unterschied, ob Dein Kind in eine fremde Schule zu fremden Leuten geht, oder ob das schon gefühlt “seine” Schule und “seine” Lehrerin sind.
Sorge dafür, dass das Kind so viel wie möglich erfährt, kennenlernt, sich vorstellen kann, bevor es losgeht!

Um sich wohlzufühlen und entspannt zu lernen, muss es sich an die Lehrerin binden dürfen. Das läuft über Dich! Du machst die Schule bekannt und “erlaubst” Deinem Kind, sich dort wohlzufühlen.

Hast Du selbst nicht so schöne Erinnerungen an die Schule, oder fällt es Dir schwer, die Lehrerin für das Kind positiv darzustellen? Würde es sich für Dich nach Lügen oder Heuchelei anfühlen, wenn Du Deinem Kind positiv von der Schule erzählst? Dann ist es für Dich vielleicht an der Zeit, darüber mit jemandem zu sprechen, um Dein Kind nicht mit Deinen Erfahrungen und Befürchtungen zu belasten. Melde Dich, wen ich Dir weiterhelfen kann: wibke@dihrberg.net
Ist es ganz schlimm, und Du hast nur ein mieses Gefühl, wenn Du daran denkst, Dein Kind an diese Schule zu geben? Dann suche nach einer Alternative!

Auch für Dich ist es wichtig, dass Du Vertrauen haben kannst, wer dort für Dein Kind zuständig ist. Wie heißt die Lehrerin? Wie sieht sie aus? Habt ihr vielleicht ein Foto, dass ihr gemeinsam anschauen könnt? Finde so viel wie möglich heraus und mache so die Lehrerin für Dein Kind bekannt!
Betone verbindendes:Trägt die Lehrerin auf dem Foto ein blaues T-Shirt, so wie Mama immer? Spielt sie vielleicht Fussball wie der große Bruder?

Wie wird die Einschulung ablaufen? Erkläre das was Du darüber weisst, immer wieder, in einfachen Worten und mit Freude.
Zum Beispiel “zuerst singen die großen Kinder ein Lied. Dann werdet ihr neuen Kinder aufgerufen und geht mit der Lehrerin euren Klassenraum. Da macht ihr eine erste Schulstunde. Wenn ihr dann rauskommt, warten wir Eltern vor dem Klassenraum und ihr bekommt die Schultüte! Danach feiern wir zu Hause mit Oma und Opa” oder so ähnlich. So mache ich es jetzt in den letzten Wochen immer wieder.

Ich frage auch öfter beiläufig, wie sich die Kinder mit dem Schulanfang fühlen und gehe darauf ein.

Diese letzte Zeit ist ein geschützter Rahmen, in dem alles sein darf!

Ängste anerkennen!
Wir neigen dazu, um schwierige Themen einen Bogen zu machen, sie zu verdrängen oder zu verharmlosen, um ja keine Katastrophe heraufzubeschwören…
Das Gegenteil ist richtig: sprich es in einem guten Moment an, wenn Du den Eindruck hast, Dein Kind ist wegen dem Schulanfang aufgeregt oder besorgt. Sei da für die Gefühle des Kindes, lass Dich nicht abschrecken und bleib ruhig, wenn es vielleicht weint oder sagt, dass es nie nie nie in die Schule gehen wird! Das ist okay! Es darf Angst haben es darf sich ausweinen. Sei einfach nur da und erlaube diese Gefühle. Das ist das wichtigste!
Wenn die Emotionen sich beruhigt haben, kannst Du darauf eingehen und erklären, nachfragen, dem Kind Imformationen und Erklärungen geben, die ihm Sicherheit vermitteln.

Ambivalenz Willkommen heißen
Nimm den Druck, indem Du die Unsicherheit Deines Kindes normalisierst.
“Ja natürlich hast Du auch ein mulmiges Gefühl, das geht den anderen Kindern genau so, das ist ganz normal. So ging es mir auch.”
Ist Dein Kind scheinbar (!) völlig entspannt udn findet es alles toll, was mit Schule zusammenhängt, ist das positiv. Dennoch kannst Du die Erlaubnis für andere Gefühle direkt aussprechen.
“Ja, Schule ist auch wirklich toll! Aber ein bißchen ängstlich war ICH ja schon, als es dann losging. Vieleicht ist das bei Dir auch so. Vielleicht auch nicht.”

 

Trenung überbrücken
Hat Dein Kind Angst, von zu Hause wegzugehen, hilft es, Rituale zu schaffen, um die Trennung von zu Hause zu überbrücken, das heißt nichts anderes als die Verbindung innerlich stabil aufrecht zu erhalten.
Dazu gibt es viele Möglichkeiten: ein Bild von Mama in der Tasche, ein kleines Symbol, ein Medaillon…
Es geht immer darum, den Focus auf das Verbindende, das Wiedersehen zu legen:
“Wenn ich dich nachher abhole, essen wir xy”
“Um 11:00 ist die Schule zu Ende, dann stehe ich hier und warte auf dich”
“Während du mit der Lehrerin schreiben übst, bereite ich Pfannkuchen vor, die essen wir dann nachher.”
“…”

 

Den Schulanfang positiv betonen:
Wie kannst Du Vorfreude wecken? Was lernt das Kind tolles in der Schule? Findet gemeinsam positives und freut euch darauf! Auch wenn die Veränderung Angst macht, bestimmt ist auch Neugier und schöne Aufregung dabei, oder?
Auch für Dich: Der erste Liebesbrief Deines Kindes naht, es lernt schreiben! 😉

 

Hast Du weitere Fragen, brauchst Du Unterstützung, dann melde Dich bei mir!

wibke@dihrberg.net

 

 

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