Hausfrauen arbeiten nicht. Tag 3- Résumé

Uffff!

Was sollte das eigentlich? Ein Putz-Streik, um auf meine elende Lage aufmerksam zu machen? Nein. Es war auch nicht meine Absicht, jemanden persönlich anzugreifen. Meine Einstellung zu der typischen Situation:

Frau schuftet den ganzen Tag zu Hause, Mann geht ins Büro. Mann kommt nach Hause und fragt “Na Schatz, was hast Du den ganzen Tag so gemacht?” Frau haut ihm aufs Maul und geht shoppen. (oder heult, oder rechtfertigt sich… beliebig einsetzen, was euch passendes einfällt)

ist die folgende:
Einsicht kann man nicht erzwingen.

Wenn man(n) nicht weiss, wie viel zu tun ist, damit es abends aussieht, als hätte man nichts gemacht, dann kann er das auch nicht wertschätzen.
Ich rede jetzt von ganz normalen lieben Männern, nicht von frauenfeindlichen herablassenden Arschlöchern, solche habt ihr hoffentlich nicht zu Hause.

Das bedeutet für mich als Frau (zu Hause):
Wenn ich in meiner Arbeit gesehen werden möchte, mache ich mich sichtbar.

Das habe ich stellvertretend für Euch, die ihr dies jetzt lest, in den letzten Tagen getan. Und es war wirklich un-übersehbar, was ich alles nicht getan habe, also sonst tue. Ihr habt die Beweisfotos gesehen, oder? Zeigt sie un-einsichtigen Personen. Wenn dann etwas in der Richtung “ach die arme hat ihren Haushalt nicht im Griff..” kommt, zögert nicht lange, legt die Arbeit nieder und

Macht eure Arbeit sichtbar!

Zurück zu dem Thema “Einsicht”:
Wenn ich meinen Mann durch Jammern, Meckern, Streiten etc dazu bringe, dass er ab sofort jeden Tag lieb sagt “Na mein Schatz, du hast aber heute wieder viel getan” dann habe ich ihn dressiert, er sagt das, weil er keinen Streit möchte.

Fühlt sich irgendwie blöd an, oder?
Das kann es nicht sein. Daher habe ich euch eine andere friedliche Möglichkeit gezeigt, eure Arbeit zu zeigen.

Was mich persönlich angeht:
Bei mir zu Hause war es die letzten Tage echt chaotisch (ach was!?), nicht nur äußerlich, sondern auch in mir.
Ich hatte mir vorgestellt, die ganze Zeit, die ich durch nicht-Haushalt-machen spare, für schönes zu nutzen, lesen, Fussnägel lackieren, Musik hören und solche Sachen. Nichts da! Ich war nur unzufrieden, genervt und irgendwie gestresst.

Da ist mir klar geworden:
Es ist nicht die Hausarbeit, die so schrecklich ist, das ist ganz normale Arbeit.

Schrecklich und deprimierend ist daran, dass sie nicht gesehen wird, nicht anerkannt wird, dass man sie täglich wieder tut, dass achtlos alles wieder dreckig und unordentlich gemacht wird.. jeden Tag! Und natürlich dieser Zustand selbst, den man beseitigen will: es ist einfach so ätzend, wenn alles chaotisch ist.

Man schafft es oft einfach nicht, es ist zu viel, und dann fühlt man sich schlecht.

Doppelt:
Weil es so aussieht und weil man es nicht geschafft hat. Und weil man nicht gesehen wird.

Und dann dieses Rumgehusche den ganzen Tag, man huscht hier und man huscht da. Und es bringt so wenig.
Meine neue Strategie ist:
Ein Mal reicht!
Ein Mal am Tag aufräumen reicht. Ein Mal Küche, ein mal Wohnzimmer. Fertig.


Klar, es sieht tagsüber kruschelig aus, aber wen störts? Ich weiss ja, dass die Nudeln auf dem Boden frisch sind! 😉 Und kann ich meine Zeit schöner nutzen? Es dankt mir eh keiner, also warum mich abstrampeln? 😉

Neulich habe ich irgendwo gelesen
Wir Frauen opfern uns immer so auf und geben alles, und unbewusst erwarten wir eine Anerkennung. Die bleibt aus, dann werden wir bitter.
Wir sollten lieber so leben und für uns selbst sorgen, dass alles im Reinen ist und wir keinen Ausgleich brauchen..

 

Meine Familie war auch genervt von dem Chaos, klar. Aber irgendwie haben sich durchgehalten.
Und ICH war ganz klar und selbstbewusst in meiner Haltung.
Ich selbst habe es auch vor Augen geführt bekommen, wie viel ich sonst tue!

Und wisst ihr was:
Ich habe sogar eine Haushaltshilfe/Kindersitterin!
Eine wunderbare liebe Frau, die mir überall da hilft, wo es nötig ist, die liebevoll und geduldig mit meinen Kindern ist, witzig und nett und einfach toll!

Liebe Tanja, wir sind so froh, dass wir Dich haben!

Und trotzdem ist es noch so viel Arbeit, die ich selbst tue. Weil es eben so viel ist, verdammt! 😉

Das Aufräumen heute war echt okay, ich habe Energie gewonnen, kann wieder richtig Luft holen, bin stolz auf mich und zufrieden. Jetzt kann ich leider nicht mehr aufhören damit und werde mir noch mal das schöne Buch:

vornehmen. Das habe ich schon mehrmals getan und es ist so wunderbar und wirksam!

Danke für Eure Kommentare, Fotos, Nachrichten, Emails!! Das hat viel Spaß gemacht, nicht alleine diesen Wahnsinn zu veranstalten!

 

 

Hast Du schon meine

10 Überlebenstis für “das bißchen Haushalt”?

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