Harte Erziehung führt zu Schulversagen! Aha..

Ihr Lieben!
Vor kurzem las ich obigen Artikel in einer großen Tageszeitung
(Weser-Kurier, 08.02.2017)

Eigentlich müsste es heißen “Gewalttätige Erziehung führt zu schwerwiegenden Problemen”
Denn “harte Erziehung” ist verharmlosend für Anschreien, Schläge und andere gewalttätige Handlungen (so steht es auch in dem Artikel) außerdem sind schlechte Schulnoten noch eine vergleichsweise harmlose Erscheinung.

Denn:
Viel schlimmer als schlechte Schulnoten sind die selbstschädigenden Verhaltensweisen, die als eine Folge der Gleichaltrigenorientierung auftreten können.

Aus der neueren Bindungsforschung heraus (siehe z.B. den kanadischen Entwicklungspsychologen Gordon Neufeld) erklären sich diese Zusammenhänge ganz leicht:
Menschen(kinder) sind Bindungswesen, der Bindungsinstinkt ist stärker als das Bedürfnis nach Nahrung!Ist die Bindung zu den Eltern zu verletzend, weil mit Strafen, Gewalt und Trennung/Bindungsabbrüchen (z B Auszeiten, ignorieren, beschämen) gearbeitet wird, wendet sich das Kind instinktiv ab, um das emotionale Überleben zu sichern und bindet sich stattdessen vermehrt an die Gleichaltrigen.Die eigentlich dringend benötigte Sicherheit und Geborgenheit sucht es dort allerdings vergebens. Freundschaften unter Teenagern sind schön, sie ersetzen aber keine erwachsene verantwortliche Bezugsperson.
Zudem passieren unter Gleichaltrigen unreifen Teenagern vermehrt Verletzungen (“Kinder sind grausam”), ganz normal unter Kindern, denn echte Rücksichtnahme und taktvolles Verhalten aus Respekt und Empathie, das Anerkennen von Einzigartigkeit und Indivualität sind Früchte echter Reifwerdung und nicht einfach nur “gutes Verhalten”.Liebevolle Erwachsene als Hauptbindungspersonen können die Verletzungen durch Gleichaltrige immer wieder trösten und heilen, ausserdem treffen die verletzenden Pfeile einfach durch den Schutz der Bindung nicht so tief.
Sind aber die Gleichaltrigen selbst die Hauptbindungen, sieht das anders aus!
Konflikte innerhalb von Peer Groups oder zwischen befreundeten Kindern wiegen auf ein mal so viel schwerer und führen zu tiefer Verzweiflung!Die Orientierungslosigkeit und Ungeborgenheit in der Gleichaltrigenorientierung führt zu den beschriebenen Phänomenen wie Kriminalität, ungewollter früher Sexualisierung von Beziehungen (“man macht das halt”, weil alle es so machen) und der Misachtung der Erwachsenenwelt mitsamt ihrer Regeln und Werte.

Liebe Eltern, ihr tut gut daran, an euren Kindern festzuhalten und sie NICHT (niemals!) resigniert “loszulassen”, weil diese scheinbar kein Interesse und keinen Bedarf mehr an euch haben!
Das täuscht!
Hinter herablassendem Verhalten, Agression und scheinbarer Unabhängigkeit versteckt sich die schutzbedürftige Seele eures Kindes!

Wie war das, als Dein Kind noch klein, weich und sooo verletzlich war? Wie hat es Dich angeschaut, wie hat es sich angefühlt, dieses Kind tröstend in die Arme zu nehmen und seinen Kummer mitzufühlen?

Genau dieses Kind ist noch da und braucht Deine Fürsorge!
Lass Dich nicht wegstoßen, bleibe präsent, großzügig und warmherzig, verlässlich!

 

Es will aber nicht??
Deine Fürsorge und Autorität werden nicht angenommen?
Du weisst nicht, wie Du Dein Kind zurückgewinnen kannst?
Du bist verletzt durch die ständige Ablehnung und hast schon fast aufgegeben?

Melde Dich bei mir!

 

1 Comment

  • Michaela

    Reply Reply 18. März 2017

    Hi wibke
    Es tut so gut und macht mir soviel Hoffnung was du alles multipliziert
    !Danke für deinen Mut!☺
    Um die Problematik der gleichaltrigenorientierung wissen viele nicht- sondern es wird als gut gesehen , wenn Kinder möglichst oft und früh ( aus ganz freien unmanipulierten Stücken – ja ok) von Zuhause weg sind.
    LG ela

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