“Darf man heute noch Hausfrau sein?”

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mein Beitrag zur Blogparade von Sonja!
Sonja hat als Hilfestellung zum Schreiben ein paar Fragen gestellt:
* Bist du Hausfrau oder arbeitest du?
Ähm, wie bitte?! Ich verstehe die Frage nicht! Ja, ich arbeite als Hausfrau! 24 Stunden 7 Tage die Woche, bisher ohne Urlaub.
Seit ca zwei Jahren bin ich ausserdem selbständig als Elterncoach, Stillberaterin (seit 2008) und Trageberaterin
* Welche Reaktionen bekommst du von deinem Umfeld, wenn du ihnen sagst, dass du Hausfrau bist?
Das kommt ganz darauf an, inzwischen kenne ich in meinem direkten Umfeld und “virtuell” viele Mütter mehrerer Kinder, die nicht erwerbstätig sind, wie auch, sie betreuen ja ihre Kinder! 😉 Ich suche mir meine Kontakte entsprechend aus.
Aber ich erlebe es auch immer wieder, dass ich gefragt werde, wann mein Kleiner denn in eine KiTa gehen wird (KiTa!? Wenn ich das wort schon höre?! KinderTagesstätte, also ein Ort, wo Kinder ihren Tag verbringen sollen…), er ist ein Jahr alt!
Wenn ich nach Kindergarten gefragt werde, sage ich immer, “ja, der ist bei uns hinterm Haus!” und “meine Kinder sind doch süß, warum soll ich die weggeben?”
Dann ist Ruhe.
* Bist du gerne Hausfrau?
Ehrlichgesagt, der Haushalt als solcher kotzt mich oft an! Damit meine ich jetzt putzen, waschen, aufräumen usw. Es ist Arbeit, die gemacht werden muss, aber es ist undankbare Arbeit, denn sie kommt jeden Tag wieder, und es ist Arbeit, die man nicht sieht, es sei denn, sie wurde NICHT gemacht. Dazu habe ich einen anderen Artikel in Arbeit, seid gespannt! 🙂
Also ja, man darf Hausfrau sein!
Neuerdings gewinnen sogenannte “Hausfrauen” auch an Selbstbewusstsein. Es wird ihnen klar, dass die Arbeit, die sie tun, essentiell wichtig ist. Für ihre Kinder, für die Familie, für die Gesellschaft und für die gesamte Welt. Hääää????
Ja, ganz genau. Wir schaffen die Basis für alles! Wieso das?
Menschenkinder kommen mit sehr starken Bindungsinstinkten und voller Bedürfnisse zur Welt. Diese Bedürfnisse sind nicht anerzogen, sondern naturgegeben. Werden sie erfüllt, entwickelt das Kind ein gesundes Gefühl von “alles ist in Ordnung”, werden sie nicht erfüllt, ist das Ergebnis ein Gefühl von Unzulänglichkeit und “Ich bin wohl verkehrt” beim Kind.
Diese Bedürfnisse kann ich als Mutter/Hauptbezugsperson super erfüllen, WENN ICH DA BIN! als Hausfrau 😉
(Bin ich woanders, zu Beispiel im Büro, muss jemand anders mich vertreten und diese Bedürfnisse sehen und erfüllen. Das ist gut möglich, wenn es nicht nur eine Aufbewahrung ist, sondern eine liebevolle, dauerhafte und bemühte Bezugsperson mit genug Zeit für mein Kind. )
Aktuell beginne ich das Buch “Die Abschaffung der Mutter” von Alina Bronsky und Denise Wilk zu lesen, hat jemand von euch das schon gelesen? Was haltet ihr davon?
Bitte versteht mich nicht falsch: ich bin nicht dagegen. dass Mütter erwerbstätig sein, entscheidend ist das wie, und dass die Bindungsbedürfnisse des Kindes berücksichtigt werden. Dazu ein anderes Mal mehr.

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3 Comments

  • Tanja

    Reply Reply 29. Juli 2016

    ☺…meine Worte…unterschreibe ich voll…auch ohne damit berufstätige Mütter abwerten zu wollen!!
    Aber das tägliche Muss viele dieser wertvollen “Arbeit “…das mag ich auch nicht…und nach mittlerweile 26 jahren kot** mich das auch an….hilft nur nix…liebe grüße tanha

  • wibkedihrberg

    Reply Reply 29. Juli 2016

    Hallo Tanja,
    Danke für Deinen Kommentar 🙂 Tja, dieses “hilftnurnix” mag ich echt nicht mehr hinnehmen, ich möchte einerseits bei den Kindern sein, andererseits erwerbstätig (ganz oder teilweise von zu Hause aus) und dafür etwas der hilftnurnix-Arbeiten auslagern 😉
    Sei gespannt, ob ich den Weg finde oder nur suche…
    Liebe Grüße
    Wibke

  • Sonja

    Reply Reply 1. August 2016

    Hallo!

    Danke für deinen ehrlichen Beitrag zu meiner Blogparade!

    Liebe Grüße

    Sonja

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