Als Mutter bei Kräften bleiben… 10-Punkte-Plan!

“Wie schaffst du das alles?!”

Ja, manchmal schaffe ich es nicht. Oder ich schaffe es, und es schafft mich!
Ich habe hohe Ansprüche an mich und ich habe viele Kinder.
Mal wieder komme ich an den Punkt, wo  mir klar wird:
Ich muss etwas ändern. Wenn ich so weitermache, lauert der Burnout an der nächten Ecke.
Daher habe ich mir einen 10-Punkte-Plan aufgestellt, um als Mutter bei Kräften zu bleiben. Darin habe ich auch ein paar Infos für euch gesammelt, falls es euch genau so gehen sollte?

1.Schlafen:
Wann immer möglich, Schlaf nachholen, diese Müdigkeit laugt mich aus!!
Ich möchte abends früh genug die Kinder ins Bett stecken und mich gleich mit. Dafür ist eine gute Zeitstruktur notwendig, damit Abendessen, bettfertig machen und lesen zeitlich im Rahmen bleibt.
Ausserdem überdenken wir die Schlafsituation aktuell. Bisher haben alle Kinder bei uns geschlafen und sind auch gleichzeitig ins Bett gegangen (morgens steht der Große mit mir früh zur Schule auf, die Kleinen schlafen noch etwas länger)
Das war für viele Jahre gut so. Nun ändert sich das. In letzter Zeit war es abends oft wuselig bis extrem nervig, weil die Kinder sich gegenseitig wieder wach gemacht haben oder anfingen sich zu streiten!! Ich raste regelmäßig aus und schimpfe und meckere, alle ärgern sich, statt kuschelig und gemütlich ins Bett zu gehen.
Nun möchten wir es so machen, dass alle Kinder morgens gemeinsam aufstehen. Abends bringen wir die Kleinen, die mehr Schlaf brauchen, früher ins Bett, der Große kann noch lesen oder etwas anderes in seinem Zimmer machen.
Wir schlafen “getrennt” in benachbarten Zimmern. Dadurch ist mehr Platz und mehr Ruhe.
So weit der Plan. Wir probieren das jetzt aus.
(Wie macht ihr das mit mehreren Kindern? Wäre mal interessant für mich! Schreibt mir!)

2.Struktur
Ein fester Wochenplan mit den wichtigsten regelmäßigen Terminen und freien Zeiten für mich, die ich für Sport oder anderes nutzen kann. In den Zeiten sind die Kinder beschäftigt oder betreut.
Ausserdem immer wiederkehrende Arbeiten planen und einen Kochplan einhalten, so dass ich das vom Hals habe!
Dazu habe ich mir bereits hier Gedanken gemacht:
placeit

 

3.Ernährung
Ist meine Ernährung wirklich so toll, wie ich es immer behaupte und auch selber glaube? Leider nein. Ich esse doch wieder viel Weissmehl, Süßigkeiten, ungesundes. Zwar alles vegan, aber ideal leider nicht.
Ich möchte daher wieder verstärkt darauf achten, dass ich gut koche und versuche, die empfohlenen Gemüse- und Obst-Portionen zu erreichen. Ausserdem backe ich jetzt unser Brot selbst! Das klappt mit dem richtigen Rezept super und schmeckt sehr gut, wir haben es in den letzten Tagen schon gemacht.
Aktuell möchte ich mir zusätzlich eine stärkende und reinigende “Darm-Sanierung” mit Naturprodukten gönnen. Am Wochenende starte ich damit. (sie auch Punkt 4. Vitalstoffe!)
Der Darm beherbergt einen Großteil des Immunsystems, ausserdem ist er voll nützlicher und schützender Kleinst-Lebewesen, die großen Einfluss auf das Befinden und die Gesundheit haben, und die man sogar gezielt “füttern” kann durch richtige Ernährung!! Sie hier:

4.Vitalstoffe
Präventologen empfehlen, täglich 7 bis 9 Portionen Gemüse und Obst zu sich zu nehmen, vor allem Gemüse (80%), am wertvollsten natürlich roh!
“Eine Portion” ist eine gute Handvoll.
uff! Wer schafft das? Also ich momentan nicht, auch wenn ich sehr gerne Gemüse und Obst esse.
Daher nehme ich hochwertige Vitalstoffprodukte natürlichen Ursprungs (“Obst und Gemüse in Pulverform”) ein, um meine Grundversorgung an Vitalstoffen sicherzustellen.
Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Email schicken oder mir über das Kontaktformular schreiben.
Fundierte Informationen zu Vitalstoffen und ihrer Bedeutung zur Krankheitsprävention hier:

5.Bewegung
Ähäm.
Okay, ich bin irgendwie den ganzen Tag auf den Beinen, aber Sport??? Da schwitzt man ja!?
Früher, ja früher, da war ich mal eine aktive Läuferin, habe Yoga praktiziert, lange bevor es ein “Trendsport” wurde und war geschmeidig und fit. Das ist lange her…
Fürs erste habe ich mir zwei Stunden in der Woche für Pilates-Übungen reserviert. Außerdem habe ich jetzt ein Fahrrad! Juhuuu!

6.Entspannung
Ich brauche Pausen, auch Pausen von mir selbst und meinem Schaffensdrang! Also plane ich mir jetzt kleine Oasen ohne Arbeit, ohne Familie, ohne Handy, ohne Kontakte.. Ich kann spazierengehen oder in die Bäume schauen. Oder gar nichts.

7.Spaß
Mehr Aktivitäten und Kontakte planen, die einfach nur Spaß machen! Mit meinem Mann essen gehen (ohne Kinder!), Freundinnen treffen.

8. ist mir entfallen! bezeichnend für meinen momentanen Zustand!

9.Hilfe holen
Ich gebe es zu: es fällt mir schwer, Hilfe anzunehmen. Ich will alles selbst schaffen. Trotzdem!
Vielleicht auch mal eine Mutter-Kind-Kur?
Wichtig dafür Punkt 10.

10.meine Grenzen hinnehmen
Was ich nicht schaffe, bleibt liegen. Meine Gesundheit geht vor!

 

Was sagt ihr dazu? Wie geht es euch mit dem Familienleben, wie behaltet ihr euch selbst und eure Gesundheit im Blick? Was macht ihr als Notfall-Lösung, wenn ihr merkt, ihr seid echt drüber??
Schreibt mir!
Und wenn ihr Mütter kennt, denen es auch so geht, bitte teilt und empfehlt meinen Artikel weiter!!

 

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6 Comments

  • britta

    Reply Reply 22. September 2016

    Hallo Wiebke!
    Auch wenn deine Nummer 8 fehlt, finde ich es sehr schön wie du hier Lösungen anbietest, wie es aussehen könnte.
    Genauso wünsche ich es mir auch.
    Teile davon gelingen mir bereits.
    Ich habe aber auch nur ein Kind.
    Sich in der Zeit was vorzunehmen (nein, kein Haushalt oder andere Verpflichtungen), wenn die Kinder Termine haben finde ich toll.
    Ich wünsche dir gutes Gelingen.
    Und mir und allen anderen die es versuchen wollen.
    Für die Selbstpflege

    • wibkedihrberg

      Reply Reply 23. September 2016

      Hallo Britta
      Dankeschön für Dein Feedback!
      Hm, die Nummer 8 fehlt?? Da siehst Du mal, wie nötig ich eine Pause brauche…ich weiss, ich hatte etwas für 8 vorgesehen, aber ich habe vergessen, was das war. 😉
      Liebe Grüße
      Wibke

  • Nina

    Reply Reply 26. September 2016

    Hallo Wiebke.
    Dieser Blog ist total toll. Ich befinde mich zur Zeit auf Mutter Kind Kur im Harz. Also ich würde dir empfehlen es erst zu machen wenn alle Kinder gut in eine Betreuung gehen. Also Lia und Timon sind ja 3 und 18 Monate und ich kann hier gar nicht alles für mich nutzen. Aber in der 3. Woche kehrt etwas Ruhe ein und ich werde gelassener. Ich fühle mich nicht mehr so ‘gejagt’. Das ist auch mal wieder sehr schön zu fühlen. Unsere Beiden haben ihr eigenes Zimmer und schlafen so auch prima. Ich bin gespannt wie es so klappen wird bei euch. Ich gehe gerne mit meiner Freundin essen und rede mir mal wieder alles von der Seele. Hier in der Kur habe ich heute mal auf dem Balkon gestanden und einfach nur die Vögel beobachtet. Das möchte ich zu Hause auch gerne mal machen. Mitten im Tüteln einfach mal einen Tee kochen und 5 gerade sein lassen.. Ruhe zulassen. Ich laufe zur Zeit auch gerne.. das ist auch schön und ich komme an die frische Luft ganz für mich alleine. Und nicht immer nur auf dem Spielplatz. Alles Gute erstmal für dich. ;0)

    • wibkedihrberg

      Reply Reply 26. September 2016

      Liebe Nina
      Vielen Dank, ich freue mich sehr über Dein Lob.
      Das klingt gut, was Du machst, und ja, Du hast bestimmt recht: die kInder sollten so weit sein, dass sie problemlos in Betreuung gehen können (die ja in dem Moment für sie fremd ist, und bis sie sich eingewöhnt haben, ist die Kur vorbei.. 😉 )
      Ich denke, dass ich vor allem an meinem Alltag etwas tun kann, damit er nicht so auslaugend ist..
      Aber zu gegebener Zeit wird eine Kur bestimmt auch dran sein.
      Hab noch eine schöne Zeit und komm gestärkt wieder!
      Liebe Grüße
      Wibke

  • Angela

    Reply Reply 2. Oktober 2016

    Liebe Wibke,
    zuallererst einmal : RESPEKT!!! Wie machst Du das bloß alles, Blogs schreiben, Bindungscoaching, Stillberatung, Trageberatung, Haus, riesen Garten, kochen, Pilates, nach Berlin fahren zum Seminar…hab ich noch was vergessen? Achja…4 Kinder und ein Mann…unglaublich!!!

    Also ich hab nur EINE Tochter und komme schon manchmal an meine Grenzen! Ich bin auch selbständig, habe aber zu meinem großen Glück, als meine Tochter geboren wurde, ein geniales Konzept kennengelernt, mit dem ich mir nun von zu Hause aus ein Einkommen aufbaue. Das verschafft mir viel freie Zeit mit der süßen Maus und unser Tag ist nicht mehr so “Terminbestimmt”!

    “Schlafen” ist bei uns kein Thema, wir schlafen von Anfang an zusammen in einem 2m mal 2m Bett, Janne früher, ich später…aber ja eben auch nur zu zweit und deswegen wohl entspannt.

    “Vitalstoffe” sind seit 1,5 Jahren genauso essentiell wichtig in meinem Leben wie Wasser und nicht wieder wegzudenken! Ich war mega skeptisch zu Anfang, schließlich kaufe ich fast alles im Bioladen und meinte, mich optimal zu versorgen. Den Unterschied kann man nicht diskutieren, den muss man spüren. Ich falle wenigstens nicht mehr abends beim zu Bett bringen gleich mit in die Federn, habe deutlich mehr Energie, kein prämenstruelles Syndrom mehr, bin nicht mehr krank gewesen seitdem, höchstens leicht angekratzt und trockene Haut ist auch Geschichte.

    “Meine Grenzen hinnehmen” finde ich ein wichtiges Thema…das musste ich total lernen!!!Unordnung im Haus, der Rasen nicht gemäht, Wäscheberge…was denken die Leute von mir?! Heute ist es mir schon (fast ) egal, aber es war (ist) ein langer Prozess! Meiner Tochter sei Dank, sie hat mir gezeigt wie wichtig es ist, Prioritäten zu setzen!

    “Hilfe annehmen”? Hilfe!!! Ist auch ein guter, langwährender Prozess, aber, oh Wunder, es gibt plötzlich so viele, von Herzen hilfsbereite Menschen um mich herum, seitdem ich mich traue um Hilfe zu bitten! Tolle Erfahrung!

    Kleine, effektive Auszeiten sind für mich total wichtig geworden. Sie spenden Kraft und helfen mir dabei, meine Energie optimal zu nutzen. Seit einiger Zeit meditiere ich morgens 10 Min und zwar bevor meine Tochter aufwacht. Das ist für mich perfekt, denn so hatte ich schon Zeit für mich, bevor der Tag so richtig losgeht und fokussiere mich dabei auf das, was ich an diesem Tag machen möchte! Für mich ist das wesentlich einfacher zu integrieren, als z. Bsp. gleich eine Stunde freie Zeit für mich zu organisieren. Und so wie Nina schreibt, mache ich es auch…wenn ich meinen Focus verliere, koche ich mir einen Tee und “sortiere” mich wieder.

    Achja, eine Darmsanierung habe ich auch grad hinter mir, über 16 Tage,gleichzeitig ist es auch eine Leberreinigung und wirkt gegen evtl. Parasiten (die man leicht mal haben kann, wenn man mit Tieren lebt). Das war total angenehm und ich fühle mich gut gereinigt, auch mental!

    Wobei ich mich aktuell manchmal ein wenig schlecht fühle,ist,dass ich meine Tochter seit September in den Kindergarten bringe.Sie fühlt sich dort total wohl und ich bin so lange mit ihr zusammen dort geblieben, bis sie sich dort angebunden hat und es für sie wirklich ok war, das ich gegangen bin. Trotzdem habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich zu Hause sitze und diese herrliche Stille genieße.Eigentlich finde ich Kindergarten, wenn überhaupt, ab 4 Jahren ok. Aber ich war nun über 3 Jahre am Stück 24 Stunden allein verantwortlich und brauche einfach wieder etwas Zeit für mich, um in Ruhe effektiv zu Hause zu arbeiten,Sport machen zu können, oder auch einfach mal nix, aber auch das ganz in Ruhe…naja…?!

    Liebe Grüsse erstmal und bis demnächst,
    Angela

    • wibkedihrberg

      Reply Reply 3. Oktober 2016

      Liebe Angela
      Dankeschön für Deinen Kommentar. 🙂
      Du weisst ja, dass meine Kinder nicht in den Kindergarten gehen, aber ich bin auch nicht allein für sie da, sondern habe viel Hilfe.
      Wenn ein Kind im Kindergarten “angekommen” ist, wenn es dort liebevoll betreut und nicht nur “aufbewahrt” wird, ist es dort gut aufgehoben.
      Wenn man den Betreuungsort gut ausgesucht hat und die Bindung an die Betreuungspersonen dort gut anbahnt und begleitet, ist es keine Fremdbetreuung, sondern “Bekanntbetreuung”, super! Erweiterung der Familie, genau so soll es sein! Auch das Konzept Tagesmutter finde ich sehr gut.
      Kein Mensch (auch Mütter sind Menschen, wenn auch mit übermenschlichen Fähigkeiten! 😉 ) schafft es, allein für ein Kind zu sorgen, das ist so nicht gedacht von der Natur.
      “Bindungsdorf” im Sinne einer großen Familie ist das Konzept, ein Kind großzuziehen.
      Jedoch muss jede Erweiterung der Bindungspersonen von den Eltern angebahnt und begeitet werden, die Bindungsaufnahme läuft über die Eltern. Aus der Sicht des Kindes ist es immer eine Erweiterung der Familie gewissermassen. So kann das Kind sich geborgen fühlen.
      Liebste Grüße
      Wibke

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